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Schnipsel aus dem postpubert├Ąrem Tagebuch. from Vienna.

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Momentaufnahme #0001

3 min read

Der Morgen und fr├╝he Nachmittag wurde mit Schreiben an einer Arbeit gef├╝llt. Am Tag zuvor hatte ich fast an einem St├╝ck 5 Seiten heruntergeschrieben und die mussten nun mit Quellen unterf├╝ttert werden. Ich habe den Aufwand untersch├Ątzt, ich muss neue Literatur bestellen, um Querverweise nachpr├╝fen zu k├Ânnen. Noch bevor ich alle Zitate zusammen hatte, fing ich mit der Verbesserung der dritten Gedichtanalyse in dem Paper an. ÔÇ×R├╝ckkehr der SchiffeÔÇť von Hilde Domin. Der Text handelt vom totalen Verlust, der Hoffnungslosigkeit und dem Wiederfinden. Aber es ist dann eben alles anders, das Wieder-Gefundene. Gegen Ende muss ich feststellen, dass ich zu biographisch interpretiert habe. Der Blick in eine weit professioneller, sehr formale Analyse des Gedichts l├Ąsst mich gar erschaudern. Denn meine Ergebnisse sind anders.

Es ist der w├Ąrmste Tag dieses Jahres, 28 Grad hie├č es gestern. Um 3 habe ich keine Lust mehr auf Schreiben, die noch zu formulierenden Dinge sind zahlreich und wirken bedrohlich. Verst├Ąrkt halte ich das Facebook-Gespr├Ąch mit einer Freundin aufrecht, was nat├╝rlich ablenkt. Ich gehe Eis holen. Unterwegs dann der Entschluss, statt einer kurzen Lernsession vor der abendlichen Vorlesung will ich im Park liegen. Rundnachrichten ├╝ber meine Verteiler an Freund_innen. Es hat ja jede_r eine andere Messaging-Weise. Ich komme mir immer auch ein wenig schuldig vor, denn ich gaukle in meinen Nachrichten vor, nur eine Person anzusprechen, aber es bekommen doch viele die message. Andererseits ist es sch├Ân, man wird immer ├╝berrascht, wer sich doch glatt zur├╝ckmeldet.

Dann eben in nem Kaffeehaus bzw. davor. Wir wirken wohl alle drei etwas ausgelaugt und sprachlos. Ernste Themen, ├╝ber das Stagnieren unseres kreativen Outputs, wenn dieser denn ├╝berhaupt mal vorhanden war. Wir studieren brotlose F├Ącher und sind dumm genug, die Frage nach der Besch├Ąftigung zu stellen. Dumm, weil wenig Perspektive, dumm, weil wir vielleicht gar nicht in dem gelernten angestellt werden wollen. Fragen ob der Umsetzung einer Verteilungsquote von Gefl├╝chteten in der EU und einen m├Âglichen Austritt Gro├čbritanniens aus selbiger. Gegen├╝ber der Quote sind wir uneins, ein Austritt von GB scheint unrealistisch.

In der Vorlesung dann Cultural Studies of Science and Technology. Wobei der Fokus auf Technikphilosophie liegt. Was aber eh zusammengeh├Ârt? In den Ans├Ątzen wird meine Unschl├╝ssigkeit gegen├╝ber so mancher Technologie wach, Antworten gibt es kaum. Schon ein einziges Programm ist so kompliziert, wie soll man es bewerten? Ist es nicht absurd, ganze St├Ądte mit einem Knopfdruck ausl├Âschen zu k├Ânnen, und wie verantwortlich daf├╝r ist man, wenn man ja nur einen Knopf gedr├╝ckt hat? Was ist demokratischer, Atomkraft oder Solarenergie? Leidige Beispiele f├╝r interessante Fragestellungen.

Auf dem R├╝ckweg w├╝rde ich mich gern betrinken, aber das geht erst in ein paar Tagen. Dabei w├Ąre Selbstverlust nicht ├╝bel, information overflow