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Schnipsel aus dem postpubertÀrem Tagebuch. from Vienna.

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küchengeräte erklärt – feminist version – mach kaputt, was dich kaputt macht!

2 min read

Die folgende Performance unter dem Titel „Semiotics of the Kitchen“ von Martha Rossler aus dem Jahr 1975 mag komisch, abstrus oder populĂ€rsprachlich einfach abgefahren wirken. Eben diese Verstörung ist das Ziel der KĂŒnstlerin und Feministin. Eine Frau steht in der KĂŒche – ihrem angeblich so natĂŒrlichen Lebensraum – und erklĂ€rt ihr Werkzeug. „Semiotics“ steht nicht versehentlich im Titel, denn es wird klar, wie absurd die Bezeichnungen zu den GegenstĂ€nden und den damit durchgefĂŒhrten Handlungen wirken.

https://youtu.be/oDUDzSDA8q0?t=5m

„Eggbeater“. Damit rĂŒhrt sie gewaltvoll in der leeren SchĂŒssel. Wie ein Tritt in die Eier. Mit der „fork“ wird zugestochen, sie ist eine Waffe.

Wunderbar ist das re-enactment ĂŒber 30 Jahre spĂ€ter. Was sagt es aus ĂŒber die Gesellschaft aus, dass eine Performance aus den 70ern erst vor einigen Jahren in zeitgenössischen Form auf Youtube wieder aufgegriffen wird? Sicher nichts gutes. Thressa Willet – Semiotics of the Kitchen 2011 (Barbie Stop Motion).

https://youtu.be/Ca2RP5TQAxI

Und bei beiden Videos: read the comments, es ist teilweise witzig.

PS: Hingewiesen wurde ich auf die Arbeiten und die zugehörigen GedankengĂ€nge durch eine Vorlesung zur EinfĂŒhrung in die theatralen Inszenierungsformen. Referent war Christian Schulte, Uni Wien.