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Schnipsel aus dem postpubert├Ąrem Tagebuch. from Vienna.

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Momentaufnahme #0002

2 min read

Die Woche ist gepr├Ągt durch die Krankheitssymptome der Gro├čstadt: M├╝digkeit, Hetzen, Schwei├č, Kaffee. Mittlerweile kenne ich die geforderte Routine meines Alltags, wobei ich ihr doch hinterherstolpere. Der Schlaf wird auf den Nachmittag verlegt und ist dort unruhig angesiedelt. Drau├čen die Motorr├Ąder und die MA48. Drinnen die Nachbarn, das Poltern, was die wohl alles zum Poltern haben.

Zwischen den Nickerchen ein Blick in die Arbeit f├╝r die Universit├Ąt, wobei ich immer wieder den Faden verliere, den Faden meines eigenen Schreibens.

Mit dem Fahrrad durch die Ringstra├če hetzen. Von einer Woche auf die andere sind die Touristen gekommen, nun befinden sie sich als lebende Hindernisse, als Landminen, auf den Radwegen. Ihr Blick ist auf die Spitzen der Geb├Ąude gerichtet, die sie von ihren Reisef├╝hrern und tripadvisor kennen. Die Markierungen am Boden interessieren sie nicht.
Da ich es nicht in der Innenstadt mag, komme ich immer nur f├╝r ein paar Stunden, dann erstmal zur├╝ck, dann wieder her. Ich drehe mich im Kreis und die Tage mit mir.

All das Reden. Ich meinte mal, ich w├╝rde mir bald das Hirn fusselig reden. Verst├Ąrkt macht sich das Gef├╝hl breit, zwar einiges an Konversation zu treiben, aber nicht an den Kern der Dinge zu kommen. Auch hier Kreisen um die Dinge, mal hier, mal dort Ansetzen. Ein Vorsto├čen scheint out-of-place.
Der Daumen kreist zwischen den Messaging-Apps meines Smartphones. Heute kann ich meine Engsten auf vielen Kan├Ąlen erreichen, aber Garantie daf├╝r gibt es nicht. Es werden wieder Kurznachrichten geschickt, ├╝ber die instabilen Netze kleiner Provider: Ein Wirrwarr der Gruppennachrichten und kryptischen Antworten. Nein, habe ich nicht bekommen?! Manchen f├Ąllt meine Verwirrung negativ auf.

Die Tageszeitung pfl├╝gt unentwegt voran, unter Ma├čnahmen gegen Schlepper sind wohl milit├Ąrische Schritte zu verstehen. Das Hinstellen als eine humanit├Ąre Aktion ist mies argumentiert, vielleicht wird die Rhetorik endlich deutlich und man sagt offen: Diese Menschen sollen dort sterben, wo sie herkommen. Gl├╝cklich w├Ąren damit wohl eh einige. In Mazedonien wird ein ganzes Viertel durch angebliche Terroristen verw├╝stet, die Einsch├Ątzung als innenpolitisches Ablenkungsman├Âver verh├Ąrtet sich. Aber so viele tote Polizisten? H├Ątte man das nicht schlauer angestellt, sprich mehr tote Zivilisten?