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Schnipsel aus dem postpubertÀrem Tagebuch. from Vienna.

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zimmer-24-06-15

1 min read

Was soll das eigentlich alles sein? Deko? Eine Bilderschau eines Lebens. Wieso sind meine WÀnde voll mit Filmplakaten? Ich habe all diese 90 Minuten höchstens einmal gesehen, sie haben nichts mit mir zu tun. Der sau schwere, sehr hÀssliche Computer-Tisch (sowas gab es mal), den schleppe ich seit Anbeginn meiner Jugend mit mir herum. Mensch, wir haben so manches Tief zusammen verbracht. Ich mit meinen Ellenbogen auf deiner Tischplatte, in den Monitor starrend. Starrend. Vielleicht habe ich auch nur zwei Kaffee zu viel getrunken und strÀube mich vor wichtigeren Dingen als eine Bestandsaufnahme meines Zimmers.
Alles weghauen, das wĂ€re mal ein Befreiungsschlag. Aber ja alles doch auch brauchbar. Der Duden kommt versandkostenfrei. Auf ebay mĂŒsste ich fĂŒr all das GerĂŒmpel sicher viel Versand bezahlen. Oder von den KĂ€ufern verlangen.

fotos und 140 zeichen #001

3 min read

Du dachtest wohl, du bliebest von meinen tweets und instagram-fotos verschont? Pech gehabt, denn ein Ziel dieses Blogs war und ist es, eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr mein gesamtes Online-Leben zu haben.

Hier also einige Fotos und kurze Gedanken aus den letzten 3 Wochen. Retrospektiv, denn oft fehlt mir einfach die Zeit, extra einen Blogpost zu verfassen. Von Vorne nach Hinten:

Asia-Wochen bei Hofer. Geht immer.

Mein Institut zieht in den alten WU-Campus um. „Lernfabrik“ lautet hier das Architektur-Prinzip.

Das Stammlokal der Polizeiwache?! Nein, ein Thai-Imbiss ganz ohne Polizist_innen im Speiseraum. Schmalzhofgasse, 1060 Wien.

Leben > Studium. Im Kreisky-Park, Bester.

 

Mein Artikel der (letzten) Woche.

Standbild aus einer Performance, die ich fĂŒr einen Freund gefilmt habe. Mehr bekommt ihr wohl nie zu sehen.

 

Das neue header-bild des Blogs. ZufĂ€llig entstanden, beim ZĂŒcken meines Handys. ZufĂ€llige Dynamik.

. 1050, Wien.

 

Schöne Ausgabe, oder? Auch schon fast fertig. Bin leider etwas enttĂ€uscht, liegt aber vielleicht auch an der Übersetzung. No frech here.

Meine 3-Sekunden Internet-Fame auf der Videowall am Campusfest. Oder auch nicht, denn das Festival hat niemanden interessiert.

: Wir statten zwei alte Hifi-Boxen mit einem AutoverstĂ€rker und Bleigelakku aus -> mobile Anlage fĂŒr den Baggersee. to be continued.

ciao, hasta manana

an meinen kindle

1 min read

Ja, ich liebe meinen kindle. Hör mich doch, ich mag dich. Kein Buch werde ich mehr anfassen, wo du mir doch alle Werke dieser Welt ins Ohr whisper syncst. Kein Ledereinband ĂŒbertrifft das matte Finish deiner Hartplastikschale, das Knistern beim UmblĂ€ttern klingt hohl im Vergleich zum Engels-Klicken deiner Next-Taste. Ich blĂ€ttere tatsĂ€chlich meist nach vorn und deshalb ist es okay, dass dein Previous-Button so mickrig ausfĂ€llt. Denn bei dir bin ich einfach Daheim, egal wo ich gerade bin. Deiner Home-Taste sei Dank. Und obwohl dir manchmal der Akku ausgeht, wenn ich wieder mal zu faul bin, in deinen Inhalten zu lesen, so lĂ€sst du dich mit einem Micro-USB Kabel leicht wieder aufpĂ€ppeln. Nein, ich schmeichle dir nicht nur, weil das Amazon hier womöglich tracked und monitored. Versprochen. Mal ganz davon abgesehen, WELCHEN UNINTERESSANTEN ABENTEUERROMAN MIT GLITZERCOVER WILLST DU MIR ALS NÄCHSTES ANDREHEN, DU NICHTSNUTZIGE RECOMMENDED-LEISTE IN DER KINDLE-APP FOR ANDROID!!!11111!1!1

living with machines #002 – how can u not check ur phone every few minutes?!

2 min read

Über die Unart dieser Geste an sich, besonders zu Tisch oder am Tresen, will ich mich gar nicht auslassen. Mich persönlich nervt es, wie Gollum alle paar Sekunden dieses StĂŒck Aluminium in meine Finger legen zu mĂŒssen. Also eher, es in den HĂ€nden halten zu Wollen. Denn meine GĂŒte, an einem ungelesenen Tweet oder einem nicht abgespielten Ziegen-gif ist ja noch niemnad gestorben. Oder?

So wirklich umgehen kann mein Altbau-Hirn aus den 90s noch nicht mit den Newsfeeds der Welt 3.0. Also dem Verschmelzen von real- and cyber-space ĂŒber Geo- und Personen-Daten zu, nunja, der einen Welt. Wenn ich im Votivcafe sitze und all die Leute betrachte, die ihrerseits Grindr-Profile checken, fragt man sich, wer hier was verpasst: Sie diesen trĂŒben Nachmittag oder ich die sĂŒĂŸen boys. Die Vorstellung, dass das Internet so ein geeky place fĂŒr weirdos in Kellern sei, ist eben 2000late. Und dass die materiallen Welt den virtuellen Bildwelten in allen FĂ€llen vorzuziehen ist, wohl auch.

Ready for it bin ich aber nicht. Andere Menschen, denen ich auf twitter oder instagram folge, scheinen sich leichter zu tun. Wenn ich alle paar Minuten witzige Trivia, gute Artikel oder Alltagsbemerkungen verfasse, komme ich mit dem Lesen von SekundĂ€rliteratur fĂŒr meine Studien kaum weiter. Andere erwecken zumindest den Eindruck, das draufzuhaben. Einfach mal network x öffnen und die neuesten BeitrĂ€g checken ist eine Sache, der Konversation und all den weiterfĂŒhrenden Links nachspĂŒren, das frisst Zeit. Und lĂ€sst mich die richtige Metro-Halte verpassen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich meinen Mitmenschen dann noch weniger ins Gesicht sehe.

Wie geht man es also am besten an, in den zahlreichen SpĂ€hren dieser einen, vernetzten Welt gleichzeitig prĂ€sent zu sein? Eine simple Isolations-Schiene ala „ich melde mich einfach ab und benutze xy nicht“, will ich nicht fahren. Denn schließlich haben wir so lange gewartet, um dieses komplexe Netz errichten zu können.

#3

facebook – why does anyone still open this stupid site?

3 min read

Normaler clickbait-Titel, ich habe aber einfach Lust darĂŒber zu schreiben. Die olle facebook-Debatte wird es also. musste ja frĂŒher oder spĂ€ter auf diesem hippen blog kommen. Bin natĂŒrlich lĂ€ngst bei tumblr. Nun aber ernsthaft:

Mir geht es nicht mal darum, dass die Nutzer_innen selbst facebooks Kapitalquelle sind und ihre Datenkraft freiwillig und unentgeltlich abgeben – was schon mal doof ist. Viel mehr frage ich mich, wieso irgendwer facebook ĂŒberhaupt noch interessant findet? Myspace ist vorvorgestern, aber da gab es zumindest peinliche Songs von meinen Freund_innen und Feinden. Es folgen ein paar anstĂ¶ĂŸige Feststellungen:

#1 there are 1001 better ways to chat:
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WhattsApp (uh, one of facebooks companies again), Line, whatever. Am besten Telegram, könnt ihr einfach installieren, denn diesen Messenger gibt es fĂŒr wirklich alle Plattformen (Android, iOS, Windows(Phone), OSX, Web, Firefox ...). Dabei ist die Kommunikation auch noch relativ sicher. Die Benachrichtigungen lassen sich sehr fein einstellen. ES GIBT MEHR EMOJIS.

Wieso also sollte ich einen facebook-account brauchen, dazu die miese messanger-app, um letztendlich doch nur dem spam alter Klassenkamerad_innen ausgeliefert zu sein?! und peinlichen Dating-Anfragen. well, nobody knows ...

#2 ur news, ur chaos:
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Auf Facebook erhalte ich all meine Neuigkeiten, praktisch zusammengefasst auf einer Seite! Falsch, denn Updates deiner abonnierten Seiten werden munter durch den Algorithmen-Wolf gedreht und nach Facebooks Gewichtung bunt ĂŒber die Startseite verteilt. Noch nicht mal eine chronologische Ordnung ist Standard. Zudem finden sich bei mir Katzenfotos neben Krisen-Reportagen neben Album-Releases. Es gĂ€be tatsĂ€chlich Möglichkeiten, das zu Ă€ndern, aber ...

#3 nobody uses facebooks features:
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Notiz-Spalten in Profilen, Location-Angaben, Umfragen, Videos, selbst zusammengestellte Freundeslisten oder gar Newskategorien. Mobil gibt es einen Snapchat-Klon und einen komischen Android-Homescreen. Mit der Facebook-Homepage könnte man sicher auch ein Spiegelei braten. Benutzt hat das sicher noch keiner.

#4 comments. oh my god, comments:
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Never read the comments – I know! Aber wieso bin ich dann auf einem sozialen Netzwerk? Mir reichen oft schon die „wichtigsten“ Kommentare – natĂŒrlich von Facebook ausgewĂ€hlt. Ein Klick auf „mehr ...“ lĂ€sst dann nur noch Ekel aufkommen. Fazit: Kein Mensch will Kommentare auf Newsartikel lesen, mein Feed besteht aber zu 90% daraus.

#5 ur friends are stupid:
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Vor Kurzem musste ich erfahren, welch dumme Position einige gute Freund_innen zum Feminismus haben – ĂŒber Facebook. Das macht nur wĂŒtend und unglĂŒcklich, denn ich habe erst mal keine produktive Möglichkeit, den Leuten mitzuteilen, was sie da fĂŒr einen Blödsinn schreiben. (Abgesehen vom 1001. kritischen facebook-Kommentar, der nochmal 99 ineinander verschachtelte Antworten nach sich zieht)

-> Versende deine Katzenbilder doch einfach außerhalb eines sozialen Netzwerks oder hol dir einen instagram-Account (facebook again ...) und den hashtag , damit ich dir folgen kann. Ohne deine Meinung zu Chlor-HĂŒhnern erfahren zu mĂŒssen.

Momentaufnahme #0012 – no more whining, at least for now

2 min read

was fĂŒr ein verklemmtes wochenende. eingezwĂ€ngt zwischen dingen, die hĂ€tten erledigt werden mĂŒssen. and u know what? nothing, i did nothin. Ich war auf einem science-und poetry-slam, wir waren angetrunken auf ĂŒberfĂŒllten studentenparties, wir sind zu frĂŒh aufgestanden, wir haben gespeist wie die fĂŒrst*innen und den sonntag nachmittag mit der neuen staffel orange is the new black zugebracht. aber anstatt all diese wunderbare zeitverschwendung so richtig zu genießen und darin einzutauchen, statt dessen war ich abgelenkt. durch das nagende gewissen und meine ausrede, dass ich jetzt gehen mĂŒsse, weil ich wĂŒrde jetzt noch ein wenig schreibe. von wegen. heute kam es dann sogar so weit, dass ich auf medium.com viele artikel ĂŒber selbstverwirklichung, glĂŒcklich-werden, melancholie und Ă€hnlichen blödsinn gelesen habe. (zeit fĂŒr eine linksammlung?!)

das momentaufnahme-format meines postpubertĂ€ren tagebuchs war von anfang an weinerlich und wird es wohl auch bleiben. aber gerade muss ich zumindest fĂŒr 3 wochen die dauerbrenner meiner imaginĂ€ren to-do liste erledigen, ein „guter“, brav lernender student sein und etwas mehr grinsen. therefore: schluss mit dem selbstmitleid und weltscherz – zumindest fĂŒr eine weile. ich bin priveligiert, ĂŒberhaupt in diesem maße ĂŒber die umstĂ€nde meiner Existenz zu können – und jetzt will dieses privileg gegenĂŒber der umwelt und der lernfabrik verteidigt werden.

so: just embrace that you would enjoy lying in the sun and drinking ice-tea so much more than sitting in this bloody hot room and sweating ur ass of while studying for exams and papers. just getcha ass up.

die neue woche beginnt also mit ein paar unangenehmen emails und der performance eines freundes, die ich abfilmen soll. mal sehen, ob ich das kann ;).

ps: ich fahre gerade ziemlich auf instagram ab, vielleicht willst du ja trotz des hipster-stigmas dieser community vorbeischauen.

Momentaufnahme #0011 – Nie wieder Student*innenparties. Nie wieder Studenten.

2 min read

Nie wieder Student*innenparties. Nie wieder Studenten.

so schreibt twitteruser @disassociation (https://twitter.com/disassociation/status/609779414453362688) heute, nachdem gestern in wien eine öffentliche und durchaus gröoße party von der österreichischen hochschĂŒler*innenschaft geschmissen wurde. locations waren die beiden hippsten clubs der stadt, grelle forelle und werk. (ich glaube, dass sich das stammpublikum beider clubs gegenseitig nicht mag. sie sind zudem gleich nebeneinander.)

es war viel zu viel los, im werk hatte es gefĂŒhlte 60 grad und es gab eine schlange. fĂŒrs werk! anstehen war zudem auch fĂŒr das eintrittsbĂ€ndchen am weg zwischen beiden locations angesagt. fast wie beim amt. die öh kann fĂŒr die masse an leuten und die bierzeltatmo natĂŒrlich nichts, vielmehr ist es löblich, möglichst vielen leuten einen unterhaltsamen abend bereiten zu wollen.

dennoch: unsere crew war nach 15 minuten des rumhastens, in schlangen stehen, nach sauerstoff und verlorengegangen leuten suchen komplett entnervt. reue fĂŒr das wegbier, das mensch sich fĂŒr den rĂŒckweg aufheben hĂ€tte sollen. es waren einfach zu viel studierende. glĂŒcklicherweise konnte ich der obligatorischen frage nach der studienwahl entgehen, denn das hĂ€tte sicher zu einer kettenreaktion an gesprĂ€chen gefĂŒhrt, die zu meinem zusammenbruch gefĂŒhrt hĂ€tte.

die schicksalsgemeinschaft der studierenden. ihre kollektive attitĂŒde, darunter die meine, flutet die gĂ€nge der clubs und begrĂ€bt die musik darunter.

ps: ich habe keinen bock mehr auf bad taste parties.

überall about-felder

2 min read

Und wenn uns jemand im Alltag fragt, was wir so den ganzen Tag treiben, ergreifen wir reflexartig die Flucht oder antworten schnippisch. Was ist das auch fĂŒr eine blöde Frage? Versager sind wir, broke, machen immer zu wenig, also eigentlich nötig wĂ€re. Trotzdem wirken wir halbwegs intakt, wenn wir Scherze reißen, uns gut kleiden oder einfach nur genug schlafen.

Eine Ansammlung schlechter Gewohnheiten, das bin zumindest ich. Einer Freundin wurde zum Geburtstag ein Buch zu den Schreibgewohnheiten berĂŒhmter Literat_innen wie Camus oder Woolf geschenkt. Wir erkannten sofort die GefĂ€hrlichkeit dieser Verhaltensstudien.

Ich bin ... „eine Ansammlung schlechter Gewohnheiten“. Uhh, wie selbstreflektiert und edgy. Das will doch auch keiner auf meiner about-page lesen. Vielleicht sind wir, was wir auf instagram fotografiert  oder ganz klassisch an der Wand hĂ€ngen haben. Einfach an einem Nachmittag wĂ€hlen, was wir sein wollen und es um uns verteilen. Revier-Markierung per Klebestreifen und Bilderrahmen. Bei mir sind es Poster von QualitĂ€ts-Filmen, subversiv in der Aussage. Was ich doch fĂŒr ein gebildeter Filmliebhaber bin! Jetzt noch eine aktuelle Film-Rezension auf diesem Blog und das Bild ist komplett.

Das Selbst als Ansammlung von Listen: to-read, to-watch, to-buy, to-cook, to-visit. WĂŒnsche ploppen in mir auf und sie werden munter einsortiert in ein paar Register. Ich gebe dir den Bibliothekskatalog und du durchsuchst einfach meinen Bestand. Vielleicht mögen wir uns dann.

Ich habe keine Leidenschaft mehr, sondern einen Sammeltrieb. Noch ein Album auf Spotify, noch ein Buch, noch ein paar Bier trinken. Leben auf Basis eines 10-Punkteplans, SelbsthilfebĂŒcher im Regal. Am liebsten wĂŒrde ich meinen SchĂ€del gegen die Wand dreschen und hoffen, dass die Ordnung durcheinander gerĂ€t und sich nicht rekonstruieren lĂ€sst.

Wie ausbrechen aus dem vermessenen Dasein? Ganz sicher nicht mit einem Rausch, der ist genau berechnet: Einkaufspreis, Dosis, Wirkung, Wirkdauer, Nebenwirkungen, Erholungsphase. Montag wieder aufstehen und erzÀhlen, man habe etwas ganz witziges gemacht.

Momentaufnahme #0009 – going home from da party, drunk on ... ?

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Der Burger liegt schon weit vor der HaustĂŒr wie ein Brocken im Magen. Aber mit 1,99€ und amerikanischen Flair lĂ€sst man sich eben locken, erst recht wenn es nach 12 und man selbst etwas bedĂŒdelt ist. Ein american diner mit Kaffee und Kuchen wĂ€re auch fein. Im Schnellrestaurant besteht die Belegschaft aus MĂ€nnern und die Kunden aus betont mĂ€nnlichen Bikern. Anstatt hier zu arbeiten oder zu sitzen, sollten sie sich lieber um 5 zum KaffekrĂ€nzchen treffen. So richtig nett bei jemanden daham. Ihrem Schlafrhythmus wĂŒrde es gut tun.

Das Restfett macht sich eher depressiv bemerkbar, schon beim Heimlatschen. Das kommt sicher vom Rosmarin statt Gurke im Gin-Tonic. War das ĂŒberhaupt Tonic? Ich fĂŒrchte, es war bitter lemon. Bittere Gschicht. Shamir und sein neues Album Ratchet treiben mich trotz allem voran. Es war Home-Party und wir waren vor dem Gastgeber da. Kein Problem, ummuttert wurden wir lang genug und gegessen haben wir zuvor eh.

Menschen, die besser gelaunt, erfolgreicher oder trunkener sind, als man selbst. Und wiederum andere, mit denen man ĂŒber solchen Blödsinn nicht nachdenken muss. Eine kleine Verschwörung bildet sich, als wir am Putzplan-Roulette drehen und ein paar Dienste neu verteilen. Weil wir nett sind, versuchen wir danach alles zu rekonstruieren und scheitern trotz bester Absichten. Der Burger wird gerade sicher von den biologisch angepflanzten Vollkorn-Spaghetti in meinem Darm umspielt. Die gab es mit GemĂŒsesoße.

Morgen dann wieder brav auf Montag vorbereiten, denn der kommende ist ernster als die sonstigen Montage. Vor lauter Hinfiebern fehlt mir die Zeit zum nĂŒchternen Denken oder Lesen. Statt Weltliteratur die krakeligen Mitschriften meiner selbst. Und Facebook-Events, die ich nie besuchen werde, deren Beschreibungen sich aber zauberhaft anhören. Wie beim BlĂ€ttern durch einen teuren Reisekatalog. Nichts mit Malle. Aber mein Wien ist eben ein Wien wie auf Schienen, ich fahre von A nach B, meist ohne nach links oder rechts zu blicken. FĂŒr so ein Event mĂŒssten Weichen neu gestellt werden. FĂŒr dieses Wochenende ist es mir schon genug, einen Picknick-Snack fĂŒr einige Leute vorbereiten zu mĂŒssen. BlĂ€tterteig, ja BlĂ€tterteig ist ein Anfang.

Shamir – Vegas als Schlusswort.