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Schnipsel aus dem postpubertärem Tagebuch. from Vienna.

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U are using the wrong ad-blocker!

1 min read

short version: Install the uBlock browser extension and kick out all the others!

Hoffentlich hast du irgendeinen Ad-Blocker installiert. Ansonsten hättest du sicher schon vier Kisten Viag a, mehrere 3er BMWs und iPhones der letzten vier Generationen. Und wüsstest nicht wohin mit dem Scheiß.

Vielleicht hast du auch schon gehört, dass sich ein ganzer Schwarm an Tracking-Firmen über die Überbleibsel deines Browser-Verhaltens streiten(1, 2). Aus einem Akt der digitalen Selbstverteidigung hast du daher einen Tracking-Blocker wie Ghostery oder Disconnect installiert.

Aber zu deinem Bedauern fährt sich dein Browser jetzt wie ein Renault Twingo mit vier Insassen und Gepäck. Langweilig und langsam.

Die Lösung: uBlock für die drei großen Browser Firefox, Chrome und Safari. Die Erweiterung ist smarter programmiert als die Konkurrenz und zehrt dadurch weit weniger an der Leistung eures Computers(3). Ihr könnt verschiedene Blocklisten gegen Werbung über Malware bis zu Tracking aktivieren. Und im Gegensatz zum populären Adblock Plus wird wirklich alle Werbung blockiert, es gibt also keine Möglichkeit für Werbetreiber, ihre Werbung als „acceptable ads“ am Filter vorbeizuschleusen.

Momentaufnahme #0007 – was sollen diese schönen pics von dir?

2 min read

Werbeagenturen lassen immer noch nicht davon ab, die immer gleichen Fratzen – weiß und breit grinsend – oder aber ethnisch diverse Gruppen, ebenfalls lächelnd, für sich werben zu lassen. Ich haste durch den Foyer der Uni und will den Aufsteller für die Jobmesse am liebsten umboxen, so schön wie Mann und Frau darauf lachen. Zum Teufel mit diesem stumpfen Bild von Glück.

Später am Nachmittag, zurück im Grätzel, stehe ich vor dem Alk-Billa und wundere mich über manch verlebtes Gesicht. Natürlich müsste es andersherum sein: Die Bilder von gut gelaunten Azubis in der Auslage sollten mich stutzig machen. Aber meine Wahrnehmung ist eben vom Happiness-Bombardement weichgezeichneter Grinsebacken mit glänzenden Zähnen vergiftet. Das kann ich zwar reflektieren, so einfach umkrempeln lässt sich die Wahrnehmung aber nicht.

Deine glücklichen Fotos irgendwo auf nem Berg, unter einer Palme, am Rande der Party. Wenn wir sie auf unseren Bildschirmen sehen und du nicht dabeistehst, haben wir nur ein müdes Lächeln dafür übrig: Schon wieder. Wie die Reaktion auf Werbung für Froop-Yoghurt. Keine Ausnahme gibt es übrigens für diese nicht ganz optimalen Restfett-Fotos in schmuddeligen WG-Zimmern oder vor einem Mistkübel. Dein Haar ist darauf zwar zerzaust, doch das Make-Up sitzt noch. Du weißt ja zu leben.

Beim Betrachten wirklich hässlicher Bilder fragen wir uns wiederum, wieso du sie ins Netz gestellt hast. Und dennoch braucht es viel mehr davon. Die Trennung zwischen real- und cyber-space ist obsolet und daher wird es Zeit, im Internet das volle Spektrum unseres Lebens zu zeigen. Für mehr Jogging-Anzüge und Freeway-Coke an Supermarktschlangen auf Facebook!