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Schnipsel aus dem postpubertÀrem Tagebuch. from Vienna.

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Sie laß ĂŒber Meditation und das Wagnis, sich auf die innere Kakophonie einzustellen. Dann nahm sie eine Schlafpille.

Und mal wieder ertappte er sich dabei, nach dem Glas-Quader zu greifen, ohne ĂŒberhaupt darin Lesen zu wollen.

I'm trying out the open web publishing platform right now

zimmer-24-06-15

1 min read

Was soll das eigentlich alles sein? Deko? Eine Bilderschau eines Lebens. Wieso sind meine WÀnde voll mit Filmplakaten? Ich habe all diese 90 Minuten höchstens einmal gesehen, sie haben nichts mit mir zu tun. Der sau schwere, sehr hÀssliche Computer-Tisch (sowas gab es mal), den schleppe ich seit Anbeginn meiner Jugend mit mir herum. Mensch, wir haben so manches Tief zusammen verbracht. Ich mit meinen Ellenbogen auf deiner Tischplatte, in den Monitor starrend. Starrend. Vielleicht habe ich auch nur zwei Kaffee zu viel getrunken und strÀube mich vor wichtigeren Dingen als eine Bestandsaufnahme meines Zimmers.
Alles weghauen, das wĂ€re mal ein Befreiungsschlag. Aber ja alles doch auch brauchbar. Der Duden kommt versandkostenfrei. Auf ebay mĂŒsste ich fĂŒr all das GerĂŒmpel sicher viel Versand bezahlen. Oder von den KĂ€ufern verlangen.

denken schauen uhr nacht

1 min read

sitzen sitzen sitzen blick zu uhr sitzen blick in das
notizbuch sitzen sitzen versuch einen gedanken greifen
schauen schauen nach oben schauen idee sitzen sitzen
verwerfen der idee sitzen sitzen glas anheben schlucken
schlucken schmatzen sitzen schauen nachbar ohne hose
schauen auf hand blaue led blinkt nichts blinkt nichts
nichts blinkt hand greift nach handy tasten druck wake up
call schauen uhrzeit denken denken entsperren schauen
display nachricht ziehen nachricht von dir drĂŒcken fenster
springt display schauen lesen lesen schauen nachbar mit
hose schauen lesen denken bedanken gruß morgen frĂŒh tasten
druck schlaf display schauen fenster schauen glas anheben
schlucken schauen wasser kanne leer schauen uhr nacht
denken denken aufstehen greifen kanne gehen kĂŒche drehen
hahn fließen wasser nehmen kanne fĂŒllen fĂŒllen spritzen
ĂŒberlaufen spritzen hahn abdrehen abdrehen kosten kosten
fuck heiß hahn temperatur prĂŒfen prĂŒfen denken zustimmen
fĂŒllen fĂŒllen spritzen ĂŒberlaufen spritzen absetzen kanne
gehen zimmer setzen schauen
denken
schauen
uhr
nacht

fotos und 140 zeichen #001

3 min read

Du dachtest wohl, du bliebest von meinen tweets und instagram-fotos verschont? Pech gehabt, denn ein Ziel dieses Blogs war und ist es, eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr mein gesamtes Online-Leben zu haben.

Hier also einige Fotos und kurze Gedanken aus den letzten 3 Wochen. Retrospektiv, denn oft fehlt mir einfach die Zeit, extra einen Blogpost zu verfassen. Von Vorne nach Hinten:

Asia-Wochen bei Hofer. Geht immer.

Mein Institut zieht in den alten WU-Campus um. „Lernfabrik“ lautet hier das Architektur-Prinzip.

Das Stammlokal der Polizeiwache?! Nein, ein Thai-Imbiss ganz ohne Polizist_innen im Speiseraum. Schmalzhofgasse, 1060 Wien.

Leben > Studium. Im Kreisky-Park, Bester.

 

Mein Artikel der (letzten) Woche.

Standbild aus einer Performance, die ich fĂŒr einen Freund gefilmt habe. Mehr bekommt ihr wohl nie zu sehen.

 

Das neue header-bild des Blogs. ZufĂ€llig entstanden, beim ZĂŒcken meines Handys. ZufĂ€llige Dynamik.

. 1050, Wien.

 

Schöne Ausgabe, oder? Auch schon fast fertig. Bin leider etwas enttĂ€uscht, liegt aber vielleicht auch an der Übersetzung. No frech here.

Meine 3-Sekunden Internet-Fame auf der Videowall am Campusfest. Oder auch nicht, denn das Festival hat niemanden interessiert.

: Wir statten zwei alte Hifi-Boxen mit einem AutoverstĂ€rker und Bleigelakku aus -> mobile Anlage fĂŒr den Baggersee. to be continued.

ciao, hasta manana

an meinen kindle

1 min read

Ja, ich liebe meinen kindle. Hör mich doch, ich mag dich. Kein Buch werde ich mehr anfassen, wo du mir doch alle Werke dieser Welt ins Ohr whisper syncst. Kein Ledereinband ĂŒbertrifft das matte Finish deiner Hartplastikschale, das Knistern beim UmblĂ€ttern klingt hohl im Vergleich zum Engels-Klicken deiner Next-Taste. Ich blĂ€ttere tatsĂ€chlich meist nach vorn und deshalb ist es okay, dass dein Previous-Button so mickrig ausfĂ€llt. Denn bei dir bin ich einfach Daheim, egal wo ich gerade bin. Deiner Home-Taste sei Dank. Und obwohl dir manchmal der Akku ausgeht, wenn ich wieder mal zu faul bin, in deinen Inhalten zu lesen, so lĂ€sst du dich mit einem Micro-USB Kabel leicht wieder aufpĂ€ppeln. Nein, ich schmeichle dir nicht nur, weil das Amazon hier womöglich tracked und monitored. Versprochen. Mal ganz davon abgesehen, WELCHEN UNINTERESSANTEN ABENTEUERROMAN MIT GLITZERCOVER WILLST DU MIR ALS NÄCHSTES ANDREHEN, DU NICHTSNUTZIGE RECOMMENDED-LEISTE IN DER KINDLE-APP FOR ANDROID!!!11111!1!1

status #001

1 min read

Das GlĂŒck von Studierenden der Human- und Geisteswissenschaften lĂ€sst sich wohl daran bemessen, wie ernst sie ihre LektĂŒre nehmen. Die ist nĂ€mlich ganz schön deprimierend 😞

living with machines #002 – how can u not check ur phone every few minutes?!

2 min read

Über die Unart dieser Geste an sich, besonders zu Tisch oder am Tresen, will ich mich gar nicht auslassen. Mich persönlich nervt es, wie Gollum alle paar Sekunden dieses StĂŒck Aluminium in meine Finger legen zu mĂŒssen. Also eher, es in den HĂ€nden halten zu Wollen. Denn meine GĂŒte, an einem ungelesenen Tweet oder einem nicht abgespielten Ziegen-gif ist ja noch niemnad gestorben. Oder?

So wirklich umgehen kann mein Altbau-Hirn aus den 90s noch nicht mit den Newsfeeds der Welt 3.0. Also dem Verschmelzen von real- and cyber-space ĂŒber Geo- und Personen-Daten zu, nunja, der einen Welt. Wenn ich im Votivcafe sitze und all die Leute betrachte, die ihrerseits Grindr-Profile checken, fragt man sich, wer hier was verpasst: Sie diesen trĂŒben Nachmittag oder ich die sĂŒĂŸen boys. Die Vorstellung, dass das Internet so ein geeky place fĂŒr weirdos in Kellern sei, ist eben 2000late. Und dass die materiallen Welt den virtuellen Bildwelten in allen FĂ€llen vorzuziehen ist, wohl auch.

Ready for it bin ich aber nicht. Andere Menschen, denen ich auf twitter oder instagram folge, scheinen sich leichter zu tun. Wenn ich alle paar Minuten witzige Trivia, gute Artikel oder Alltagsbemerkungen verfasse, komme ich mit dem Lesen von SekundĂ€rliteratur fĂŒr meine Studien kaum weiter. Andere erwecken zumindest den Eindruck, das draufzuhaben. Einfach mal network x öffnen und die neuesten BeitrĂ€g checken ist eine Sache, der Konversation und all den weiterfĂŒhrenden Links nachspĂŒren, das frisst Zeit. Und lĂ€sst mich die richtige Metro-Halte verpassen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich meinen Mitmenschen dann noch weniger ins Gesicht sehe.

Wie geht man es also am besten an, in den zahlreichen SpĂ€hren dieser einen, vernetzten Welt gleichzeitig prĂ€sent zu sein? Eine simple Isolations-Schiene ala „ich melde mich einfach ab und benutze xy nicht“, will ich nicht fahren. Denn schließlich haben wir so lange gewartet, um dieses komplexe Netz errichten zu können.

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