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denken schauen uhr nacht

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sitzen sitzen sitzen blick zu uhr sitzen blick in das
notizbuch sitzen sitzen versuch einen gedanken greifen
schauen schauen nach oben schauen idee sitzen sitzen
verwerfen der idee sitzen sitzen glas anheben schlucken
schlucken schmatzen sitzen schauen nachbar ohne hose
schauen auf hand blaue led blinkt nichts blinkt nichts
nichts blinkt hand greift nach handy tasten druck wake up
call schauen uhrzeit denken denken entsperren schauen
display nachricht ziehen nachricht von dir drücken fenster
springt display schauen lesen lesen schauen nachbar mit
hose schauen lesen denken bedanken gruß morgen früh tasten
druck schlaf display schauen fenster schauen glas anheben
schlucken schauen wasser kanne leer schauen uhr nacht
denken denken aufstehen greifen kanne gehen küche drehen
hahn fließen wasser nehmen kanne füllen füllen spritzen
überlaufen spritzen hahn abdrehen abdrehen kosten kosten
fuck heiß hahn temperatur prüfen prüfen denken zustimmen
füllen füllen spritzen überlaufen spritzen absetzen kanne
gehen zimmer setzen schauen
denken
schauen
uhr
nacht

fotos und 140 zeichen #001

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Du dachtest wohl, du bliebest von meinen tweets und instagram-fotos verschont? Pech gehabt, denn ein Ziel dieses Blogs war und ist es, eine zentrale Anlaufstelle für mein gesamtes Online-Leben zu haben.

Hier also einige Fotos und kurze Gedanken aus den letzten 3 Wochen. Retrospektiv, denn oft fehlt mir einfach die Zeit, extra einen Blogpost zu verfassen. Von Vorne nach Hinten:

Asia-Wochen bei Hofer. Geht immer.

Mein Institut zieht in den alten WU-Campus um. „Lernfabrik“ lautet hier das Architektur-Prinzip.

Das Stammlokal der Polizeiwache?! Nein, ein Thai-Imbiss ganz ohne Polizist_innen im Speiseraum. Schmalzhofgasse, 1060 Wien.

Leben > Studium. Im Kreisky-Park, Bester.

 

Mein Artikel der (letzten) Woche.

Standbild aus einer Performance, die ich für einen Freund gefilmt habe. Mehr bekommt ihr wohl nie zu sehen.

 

Das neue header-bild des Blogs. Zufällig entstanden, beim Zücken meines Handys. Zufällige Dynamik.

. 1050, Wien.

 

Schöne Ausgabe, oder? Auch schon fast fertig. Bin leider etwas enttäuscht, liegt aber vielleicht auch an der Übersetzung. No frech here.

Meine 3-Sekunden Internet-Fame auf der Videowall am Campusfest. Oder auch nicht, denn das Festival hat niemanden interessiert.

: Wir statten zwei alte Hifi-Boxen mit einem Autoverstärker und Bleigelakku aus -> mobile Anlage für den Baggersee. to be continued.

ciao, hasta manana

an meinen kindle

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Ja, ich liebe meinen kindle. Hör mich doch, ich mag dich. Kein Buch werde ich mehr anfassen, wo du mir doch alle Werke dieser Welt ins Ohr whisper syncst. Kein Ledereinband übertrifft das matte Finish deiner Hartplastikschale, das Knistern beim Umblättern klingt hohl im Vergleich zum Engels-Klicken deiner Next-Taste. Ich blättere tatsächlich meist nach vorn und deshalb ist es okay, dass dein Previous-Button so mickrig ausfällt. Denn bei dir bin ich einfach Daheim, egal wo ich gerade bin. Deiner Home-Taste sei Dank. Und obwohl dir manchmal der Akku ausgeht, wenn ich wieder mal zu faul bin, in deinen Inhalten zu lesen, so lässt du dich mit einem Micro-USB Kabel leicht wieder aufpäppeln. Nein, ich schmeichle dir nicht nur, weil das Amazon hier womöglich tracked und monitored. Versprochen. Mal ganz davon abgesehen, WELCHEN UNINTERESSANTEN ABENTEUERROMAN MIT GLITZERCOVER WILLST DU MIR ALS NÄCHSTES ANDREHEN, DU NICHTSNUTZIGE RECOMMENDED-LEISTE IN DER KINDLE-APP FOR ANDROID!!!11111!1!1

status #001

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Das Glück von Studierenden der Human- und Geisteswissenschaften lässt sich wohl daran bemessen, wie ernst sie ihre Lektüre nehmen. Die ist nämlich ganz schön deprimierend 😞

living with machines #002 – how can u not check ur phone every few minutes?!

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Über die Unart dieser Geste an sich, besonders zu Tisch oder am Tresen, will ich mich gar nicht auslassen. Mich persönlich nervt es, wie Gollum alle paar Sekunden dieses Stück Aluminium in meine Finger legen zu müssen. Also eher, es in den Händen halten zu Wollen. Denn meine Güte, an einem ungelesenen Tweet oder einem nicht abgespielten Ziegen-gif ist ja noch niemnad gestorben. Oder?

So wirklich umgehen kann mein Altbau-Hirn aus den 90s noch nicht mit den Newsfeeds der Welt 3.0. Also dem Verschmelzen von real- and cyber-space über Geo- und Personen-Daten zu, nunja, der einen Welt. Wenn ich im Votivcafe sitze und all die Leute betrachte, die ihrerseits Grindr-Profile checken, fragt man sich, wer hier was verpasst: Sie diesen trüben Nachmittag oder ich die süßen boys. Die Vorstellung, dass das Internet so ein geeky place für weirdos in Kellern sei, ist eben 2000late. Und dass die materiallen Welt den virtuellen Bildwelten in allen Fällen vorzuziehen ist, wohl auch.

Ready for it bin ich aber nicht. Andere Menschen, denen ich auf twitter oder instagram folge, scheinen sich leichter zu tun. Wenn ich alle paar Minuten witzige Trivia, gute Artikel oder Alltagsbemerkungen verfasse, komme ich mit dem Lesen von Sekundärliteratur für meine Studien kaum weiter. Andere erwecken zumindest den Eindruck, das draufzuhaben. Einfach mal network x öffnen und die neuesten Beiträg checken ist eine Sache, der Konversation und all den weiterführenden Links nachspüren, das frisst Zeit. Und lässt mich die richtige Metro-Halte verpassen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich meinen Mitmenschen dann noch weniger ins Gesicht sehe.

Wie geht man es also am besten an, in den zahlreichen Spähren dieser einen, vernetzten Welt gleichzeitig präsent zu sein? Eine simple Isolations-Schiene ala „ich melde mich einfach ab und benutze xy nicht“, will ich nicht fahren. Denn schließlich haben wir so lange gewartet, um dieses komplexe Netz errichten zu können.

#3

facebook – why does anyone still open this stupid site?

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Normaler clickbait-Titel, ich habe aber einfach Lust darüber zu schreiben. Die olle facebook-Debatte wird es also. musste ja früher oder später auf diesem hippen blog kommen. Bin natürlich längst bei tumblr. Nun aber ernsthaft:

Mir geht es nicht mal darum, dass die Nutzer_innen selbst facebooks Kapitalquelle sind und ihre Datenkraft freiwillig und unentgeltlich abgeben – was schon mal doof ist. Viel mehr frage ich mich, wieso irgendwer facebook überhaupt noch interessant findet? Myspace ist vorvorgestern, aber da gab es zumindest peinliche Songs von meinen Freund_innen und Feinden. Es folgen ein paar anstößige Feststellungen:

#1 there are 1001 better ways to chat:
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WhattsApp (uh, one of facebooks companies again), Line, whatever. Am besten Telegram, könnt ihr einfach installieren, denn diesen Messenger gibt es für wirklich alle Plattformen (Android, iOS, Windows(Phone), OSX, Web, Firefox ...). Dabei ist die Kommunikation auch noch relativ sicher. Die Benachrichtigungen lassen sich sehr fein einstellen. ES GIBT MEHR EMOJIS.

Wieso also sollte ich einen facebook-account brauchen, dazu die miese messanger-app, um letztendlich doch nur dem spam alter Klassenkamerad_innen ausgeliefert zu sein?! und peinlichen Dating-Anfragen. well, nobody knows ...

#2 ur news, ur chaos:
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Auf Facebook erhalte ich all meine Neuigkeiten, praktisch zusammengefasst auf einer Seite! Falsch, denn Updates deiner abonnierten Seiten werden munter durch den Algorithmen-Wolf gedreht und nach Facebooks Gewichtung bunt über die Startseite verteilt. Noch nicht mal eine chronologische Ordnung ist Standard. Zudem finden sich bei mir Katzenfotos neben Krisen-Reportagen neben Album-Releases. Es gäbe tatsächlich Möglichkeiten, das zu ändern, aber ...

#3 nobody uses facebooks features:
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Notiz-Spalten in Profilen, Location-Angaben, Umfragen, Videos, selbst zusammengestellte Freundeslisten oder gar Newskategorien. Mobil gibt es einen Snapchat-Klon und einen komischen Android-Homescreen. Mit der Facebook-Homepage könnte man sicher auch ein Spiegelei braten. Benutzt hat das sicher noch keiner.

#4 comments. oh my god, comments:
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Never read the comments – I know! Aber wieso bin ich dann auf einem sozialen Netzwerk? Mir reichen oft schon die „wichtigsten“ Kommentare – natürlich von Facebook ausgewählt. Ein Klick auf „mehr ...“ lässt dann nur noch Ekel aufkommen. Fazit: Kein Mensch will Kommentare auf Newsartikel lesen, mein Feed besteht aber zu 90% daraus.

#5 ur friends are stupid:
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Vor Kurzem musste ich erfahren, welch dumme Position einige gute Freund_innen zum Feminismus haben – über Facebook. Das macht nur wütend und unglücklich, denn ich habe erst mal keine produktive Möglichkeit, den Leuten mitzuteilen, was sie da für einen Blödsinn schreiben. (Abgesehen vom 1001. kritischen facebook-Kommentar, der nochmal 99 ineinander verschachtelte Antworten nach sich zieht)

-> Versende deine Katzenbilder doch einfach außerhalb eines sozialen Netzwerks oder hol dir einen instagram-Account (facebook again ...) und den hashtag , damit ich dir folgen kann. Ohne deine Meinung zu Chlor-Hühnern erfahren zu müssen.

Momentaufnahme #0012 – no more whining, at least for now

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was für ein verklemmtes wochenende. eingezwängt zwischen dingen, die hätten erledigt werden müssen. and u know what? nothing, i did nothin. Ich war auf einem science-und poetry-slam, wir waren angetrunken auf überfüllten studentenparties, wir sind zu früh aufgestanden, wir haben gespeist wie die fürst*innen und den sonntag nachmittag mit der neuen staffel orange is the new black zugebracht. aber anstatt all diese wunderbare zeitverschwendung so richtig zu genießen und darin einzutauchen, statt dessen war ich abgelenkt. durch das nagende gewissen und meine ausrede, dass ich jetzt gehen müsse, weil ich würde jetzt noch ein wenig schreibe. von wegen. heute kam es dann sogar so weit, dass ich auf medium.com viele artikel über selbstverwirklichung, glücklich-werden, melancholie und ähnlichen blödsinn gelesen habe. (zeit für eine linksammlung?!)

das momentaufnahme-format meines postpubertären tagebuchs war von anfang an weinerlich und wird es wohl auch bleiben. aber gerade muss ich zumindest für 3 wochen die dauerbrenner meiner imaginären to-do liste erledigen, ein „guter“, brav lernender student sein und etwas mehr grinsen. therefore: schluss mit dem selbstmitleid und weltscherz – zumindest für eine weile. ich bin priveligiert, überhaupt in diesem maße über die umstände meiner Existenz zu können – und jetzt will dieses privileg gegenüber der umwelt und der lernfabrik verteidigt werden.

so: just embrace that you would enjoy lying in the sun and drinking ice-tea so much more than sitting in this bloody hot room and sweating ur ass of while studying for exams and papers. just getcha ass up.

die neue woche beginnt also mit ein paar unangenehmen emails und der performance eines freundes, die ich abfilmen soll. mal sehen, ob ich das kann ;).

ps: ich fahre gerade ziemlich auf instagram ab, vielleicht willst du ja trotz des hipster-stigmas dieser community vorbeischauen.

Momentaufnahme #0011 – Nie wieder Student*innenparties. Nie wieder Studenten.

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Nie wieder Student*innenparties. Nie wieder Studenten.

so schreibt twitteruser @disassociation (https://twitter.com/disassociation/status/609779414453362688) heute, nachdem gestern in wien eine öffentliche und durchaus gröoße party von der österreichischen hochschüler*innenschaft geschmissen wurde. locations waren die beiden hippsten clubs der stadt, grelle forelle und werk. (ich glaube, dass sich das stammpublikum beider clubs gegenseitig nicht mag. sie sind zudem gleich nebeneinander.)

es war viel zu viel los, im werk hatte es gefühlte 60 grad und es gab eine schlange. fürs werk! anstehen war zudem auch für das eintrittsbändchen am weg zwischen beiden locations angesagt. fast wie beim amt. die öh kann für die masse an leuten und die bierzeltatmo natürlich nichts, vielmehr ist es löblich, möglichst vielen leuten einen unterhaltsamen abend bereiten zu wollen.

dennoch: unsere crew war nach 15 minuten des rumhastens, in schlangen stehen, nach sauerstoff und verlorengegangen leuten suchen komplett entnervt. reue für das wegbier, das mensch sich für den rückweg aufheben hätte sollen. es waren einfach zu viel studierende. glücklicherweise konnte ich der obligatorischen frage nach der studienwahl entgehen, denn das hätte sicher zu einer kettenreaktion an gesprächen geführt, die zu meinem zusammenbruch geführt hätte.

die schicksalsgemeinschaft der studierenden. ihre kollektive attitüde, darunter die meine, flutet die gänge der clubs und begräbt die musik darunter.

ps: ich habe keinen bock mehr auf bad taste parties.

Momentaufnahme #0010 – down by da river

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down by the river / i was drawn by your grace / into tempest of oblivion / and to the lovers place

neben dem Hotel Intercontinental diskutiere ich mit meiner Mitbewohnerin, wie ich nun zu ihnen an die Donau kommen. Munter reden wir aneinander vorbei, denn ich denke, dass sie denkt, dass ich irgendwo aus dem 23. zur Donauinsel will – und nicht mitten aus dem Zentrum.

Durch die dicken Sohlen der Arbeitsschuhe spürt man die Pedale kaum, dafür höre ich das Reiben der Gangschaltung, Denn mein Handy ist an google maps zu Grunde gegangen und ich damit ohne Musik. Ein Android-Phone von Google-Services zum Absturz gebracht. bluescreen of death.

das Geburtstagskind begrüßt mich oben ohne.

we should run away / i hear them tapping on the ground / where do we wanna go?

Zum Einweggrill, denn die Kräuterbaguettes sind bald so verbrannt, dass man sie wirklich nicht mehr essen kann. Nebenbei übers Hackeln lästern. Einer erzählt über eine Performance-Konferenz zum Thema „wie wir in Zukunft arbeiten wollen.“ Goar ned. Oder zumindest morgen nicht, denn wir sind gekündigt, haben frei oder lassen die Vorlesung sein. in Österreich ist alles aus Blech: das Bier, die Grills, die Seen.

Die Donau ist schon kalt / selbst ohne Badesachen / mach ja nicht halt / das Schilf wird übers Handtuch wachen

ich will eine Wasserpflanze nach ihm werfen, aber verfehle. Mindestens sechs Kinder kriegen sich nicht mehr ein, weil wir da jetzt baden und gerade aus dem Wasser kommen. Schaut an euch herab, ihr habt auch sowas. Verspätet trauen sich noch ein paar andere übers Ufer hinaus. Sie vergisst, dass sie doch krank ist und trinkt aus der Weinflasche.

Der Abend endet darin, dass wir aufeinander zurennen und versuchen, uns gegenseitig hochzuheben. Jemand spricht mich auf mein rollendes R an.

überall about-felder

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Und wenn uns jemand im Alltag fragt, was wir so den ganzen Tag treiben, ergreifen wir reflexartig die Flucht oder antworten schnippisch. Was ist das auch für eine blöde Frage? Versager sind wir, broke, machen immer zu wenig, also eigentlich nötig wäre. Trotzdem wirken wir halbwegs intakt, wenn wir Scherze reißen, uns gut kleiden oder einfach nur genug schlafen.

Eine Ansammlung schlechter Gewohnheiten, das bin zumindest ich. Einer Freundin wurde zum Geburtstag ein Buch zu den Schreibgewohnheiten berühmter Literat_innen wie Camus oder Woolf geschenkt. Wir erkannten sofort die Gefährlichkeit dieser Verhaltensstudien.

Ich bin ... „eine Ansammlung schlechter Gewohnheiten“. Uhh, wie selbstreflektiert und edgy. Das will doch auch keiner auf meiner about-page lesen. Vielleicht sind wir, was wir auf instagram fotografiert  oder ganz klassisch an der Wand hängen haben. Einfach an einem Nachmittag wählen, was wir sein wollen und es um uns verteilen. Revier-Markierung per Klebestreifen und Bilderrahmen. Bei mir sind es Poster von Qualitäts-Filmen, subversiv in der Aussage. Was ich doch für ein gebildeter Filmliebhaber bin! Jetzt noch eine aktuelle Film-Rezension auf diesem Blog und das Bild ist komplett.

Das Selbst als Ansammlung von Listen: to-read, to-watch, to-buy, to-cook, to-visit. Wünsche ploppen in mir auf und sie werden munter einsortiert in ein paar Register. Ich gebe dir den Bibliothekskatalog und du durchsuchst einfach meinen Bestand. Vielleicht mögen wir uns dann.

Ich habe keine Leidenschaft mehr, sondern einen Sammeltrieb. Noch ein Album auf Spotify, noch ein Buch, noch ein paar Bier trinken. Leben auf Basis eines 10-Punkteplans, Selbsthilfebücher im Regal. Am liebsten würde ich meinen Schädel gegen die Wand dreschen und hoffen, dass die Ordnung durcheinander gerät und sich nicht rekonstruieren lässt.

Wie ausbrechen aus dem vermessenen Dasein? Ganz sicher nicht mit einem Rausch, der ist genau berechnet: Einkaufspreis, Dosis, Wirkung, Wirkdauer, Nebenwirkungen, Erholungsphase. Montag wieder aufstehen und erzählen, man habe etwas ganz witziges gemacht.